Malermeister Thomas streicht eine Fassade mit Sto-Lotusan — farbenbote Profi-Ratgeber Fassade streichen · Kosten & Rechner

Was kostet es wirklich, Deine Fassade zu streichen?

Material, Gerüst, Vorarbeit, Profi-Lohn — alle vier Positionen zusammen bestimmen, was Du am Ende zahlst. Ich zeige Dir, wo das Geld wirklich landet, und der Rechner unten gibt Dir eine ehrliche Spanne für Dein Haus.

Kurzantwort

Im Schnitt 25–60 €/m² Fassadenfläche inkl. Material, je nach Untergrund, Farbsystem und ob ein Gerüst nötig ist. Der Rechner unten gibt Dir eine konkrete Spanne für Deine Situation — in unter 30 Sekunden.

Fassaden-Kostenrechner

Gib Deine Eckdaten ein — Du bekommst eine realistische Kosten-Spanne, kein Werbemärchen.

200 m²
Farb-System (welche Sto-Fassadenfarbe willst Du verwenden?)
Farb-System auswählen
Gerüst notwendig?
Untergrund-Zustand
Gesamt-Schätzung —

Orientierung mit zwei Anstrichen und 10 % Reserve. Farbkosten zum aktuellen Literpreis des weißen Referenzgebindes, ohne Rundung auf kaufbare Eimer; Tönung kann mehr kosten. Vorarbeit, Lohn und Gerüst sind Schätzwerte. Objektverbrauch, Region und Zugänglichkeit können abweichen.


Was Du wirklich bezahlst: Die vier Kosten-Blöcke

Jeder Kostenblock hat andere Stellschrauben. Ich erkläre Dir, wo Geld gespart werden kann — und wo es eher schadet zu sparen.

Material
8–25 €/m²

Fassadenfarbe und gegebenenfalls passende Grundierung nach Untergrundprüfung und technischem Merkblatt. Silco, Lotusan und Dryonic unterscheiden sich in Eigenschaften und Literpreisen. Das geeignete System richtet sich nach Untergrund und Beanspruchung. Je nach gewähltem Produkt ca. 0,12–0,22 l/m² Farbe pro Anstrich; für die Kalkulation zwei Anstriche einplanen. Den tatsächlichen Verbrauch durch einen Probeanstrich ermitteln.

Gerüst
8–14 €/m²

Nur bei mehrgeschossigen Gebäuden. Ein Standgerüst für ein EFH (200 m² Fassade, 4–6 Wochen Standzeit) kostet im Bundesdurchschnitt ca. 1.800–3.000 €. Der Vermieter stellt immer eine Standzeit-Kalkulation — genau lesen. Gerüstbau ist kein Bereich zum Sparen.

Vorarbeit
2–6 €/m²

Anlauger (StoAnlauger), Grundierung (StoPrim Plex), Reparaturspachtel (StoLevell Repair). Bei einem Untergrund in gutem Zustand reicht die Grundierung. Bei Kreiden oder losen Stellen wird's aufwendiger — hier nicht schummeln, das rächt sich beim Anschluss-Anstrich in 5 Jahren.

Profi-Lohn
30–55 €/m²

Regional sehr unterschiedlich. Norden und Osten: eher 28–38 €/m². Süddeutschland / Großraum München: 45–60 €/m². Schwieriger Untergrund, Stuckelemente oder dunkle Töne erhöhen den Aufwand. Als Eigenleistung sparst Du diesen Block komplett — mit klaren Grenzen (s. u.).


DIY vs. Profi — wann lohnt sich was?

Die ehrliche Wahrheit: Fassade streichen ist körperlich intensiv und hängt stark von Vorbereitung und Zugänglichkeit ab. Hier sind die entscheidenden Kriterien.

DIY selbst streichen Material-Kosten bleiben

✓
Eingeschossig, Erdgeschoss-Fassade Keine Gerüstpflicht, gute Erreichbarkeit mit Leiter. Realistisch für Garagen, Nebengebäude, EG-Streifen.
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Untergrund in gutem Zustand Kein Abplatzler, kein Kreidefilm, kein starkes Algenwachstum. Grundierung + zwei Anstriche — beherrschbar.
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Farbton Weiß oder helle Pastelle Je heller, desto verzeihender. Intensive Töne erfordern mehr Anstriche und präzises Abkleben — erhöht Fehlerrisiko.
✓
Du hast Zeit und Hilfsperson 200 m² Fassade = 2–3 Wochenenden zu zweit (ohne Trockenpausen). Plane realistisch.
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Gerüst mieten? Lass es Gerüst selbst auf- und abbauen ist eine gelernte Tätigkeit. Miet-Gerüste ohne Einweisung = Unfallrisiko. Hier lieber professionell.

Profi beauftragen

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2+ Geschosse Gerüst ist obligatorisch. Zusammen mit professionellem Auf- und Abbau meist günstiger als gedacht — der Maler koordiniert das Gerüst meist selbst.
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Untergrund sanierungsbedürftig Risse, Abplatzler, kriechende Algen, alter Dispersionsanstrich auf Silikat — das erfordert Fachkenntnis im Diagnose- und Vorbehandlungsschritt.
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Denkmalschutz / Sonderputze Stuckelemente, Sichtmauerwerk, historische Putze. Fehler hier sind teuer und oft irreversibel.
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Gewährleistung gewünscht Profis haften für Material und Verarbeitung. Bei Eigenleistung trägst Du das Risiko allein.
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Dunkle Farbtöne Anthrazit, Dunkelgrün, Braun — erfordern exaktes Abklebehandwerk und oft 3 Anstriche. Kein DIY-Anfängerprojekt.

Malermeister Thomas · Meister seit 1994

„Ich habe schon Fassaden gesehen, bei denen der Vorbesitzer einfach drübergestrichen hat — Dispersion auf Silikat, ohne Haftprüfung, ohne Grundierung. Fünf Jahre später kam jemand zu mir mit einer Fassade, die in großen Platten abging. Der eigentliche Fehler war nicht der Anstrich, sondern die eingesparten 20 Minuten für die Kreidewischprobe. Mit einem nassen Schwamm über die Fassade fahren, trocknen lassen, schauen ob's kreide. Das kostet nichts. Der Schaden danach hat ihn ein Neun-tausend-Euro-Gerüst und eine Komplett-Neubeschichtung gekostet. Bitte: nimm Dir die Zeit für die Untergrund-Diagnose. Alles andere ist nachher Makulatur."


Häufige Fragen zum Fassade streichen

Fragen, die mir Kunden wirklich stellen — mit konkreten Antworten.

Was kostet es, eine Fassade von 200 m² streichen zu lassen?

Bei 200 m² mit einem Silikonharz-System wie StoColor Silco, Gerüst für 2 Geschosse und soldem Untergrund landest Du realistisch bei 8.000–14.000 € Gesamtkosten (Profi inkl. Material und Gerüst). Eigenleistung: nur Material + Gerüst = ca. 3.500–5.000 €, dafür 2–3 Wochenenden Arbeit zu zweit.

Vergleiche Lotusan, Dryonic und andere Systeme über ihren tatsächlichen Verbrauch und den aktuellen Variantenpreis. Ein höherer Literpreis bedeutet nicht automatisch höhere Projektkosten oder eine garantierte längere Haltbarkeit.

Welche Sto-Fassadenfarbe ist die richtige für mein Haus?

StoColor Silco ist der Allrounder: Silikonharz-Basis, sehr dampfdiffusionsoffen, für nahezu alle mineralischen und organischen Untergründe. Verbrauch, Vorbehandlung und Eignung nach dem technischen Merkblatt prüfen.

Lotusan, wenn Du maximalen Selbstreinigungseffekt willst und Deine Fassade viel Regen bekommt — der Lotus-Effekt hält Schmutz aktiv von der Oberfläche fern.

StoColor Dryonic mit bionischem Wirkprinzip für schnelles Trocknen nach Regen und Tau, ohne bioziden Filmschutz. Bei hohem Befallsdruck verweist Sto auf Dryonic G; vorhandenen Befall und Untergrund vorab prüfen.

Jumbosil, wenn der Untergrund organisch (Altdispersion) ist und Du eine silikonvergütete, voll tönbare Lösung brauchst ohne Silikat-Aufpreis.

Wie viel Liter Fassadenfarbe brauche ich pro m²?

Richtwerte je Anstrich aus den Sto-Merkblättern, geprüft am 17.09.2026:

In der Regel 2 Anstriche einkalkulieren. Bei stark saugendem Untergrund (Neubauputz, sanierter Putz) bitte Grundierung nach dem gewählten Farbsystem und dem tatsächlichen Untergrund vorher auftragen — spart am Ende Farbe.

Meine Reserve-Regel: Immer 10 % auf die berechnete Menge drauf. Fassaden sind selten exakt die gemessene Fläche (Fensteranschlüsse, Sockel, Nischen). Der dritte Eimer, der Dir auf halber Wand ausgeht, kostet Dich den halben Urlaubstag.

Was kostet ein Gerüst für ein Einfamilienhaus?

Für ein freistehendes EFH (200 m² Fassade, ca. 6,5 m Höhe bis Traufe) liegen die Gerüstkosten typischerweise bei 1.600–3.200 € inkl. Auf-/Abbau und 4 Wochen Standzeit. Je nach Region und Zugänglichkeit (Hanglage, beengte Grundstücke, Treppentürme) auch mehr.

Wichtig: Im Gerüst-Angebot genau auf die Standzeit achten — jede Mehrwoche kostet ca. 150–250 €. Plane den Anstrich so, dass Trocknungszeiten ins Standzeit-Budget passen.

Muss ich die Fassade grundieren?

Fast immer ja. Die Grundierung (z.B. StoPrim Plex für mineralische Untergründe) erfüllt drei Funktionen:

  1. Saugfähigkeit regulieren (verhindert, dass die teure Fassadenfarbe in den Putz gezogen wird)
  2. Haftverbund sichern (wichtig bei Altanstrichen, glatten Flächen)
  3. Kontamination absperren (bei Schimmelspuren, Kalk-Ausblühungen)

Einzige Ausnahme: frischer Neuputz der gleichen Bindemittel-Basis, der noch ausreichend saugfähig ist — da genügt manchmal eine verdünnte Erstbeschichtung. Im Zweifel: Grundierung ist günstiger als eine misslungene Deckbeschichtung.

Kann ich im Herbst oder bei Kälte Fassadenfarbe streichen?

Sto-Fassadenfarben (inkl. Silco, Lotusan, Dryonic) dürfen nur bei +5 °C bis +30 °C Luft- und Untergrundtemperatur verarbeitet werden (exakt aus Sto-TDS). Frost-Schäden am frischen Film sind irreversibel.

In der Praxis: Oktober bis März ist riskant, besonders auf Nordseiten. Wenn Du Herbst planst, starte vor dem 15. September. Dann bist Du auf der sicheren Seite — Oberfläche trocknet, Temperatur stimmt noch.

Wie lange hält Fassadenfarbe?

Eine pauschale Haltbarkeit in Jahren lässt sich aus den technischen Merkblättern nicht ableiten. Untergrund, Beschichtungsaufbau, Witterung und Pflege bestimmen den Zustand der Fassade.

Kontrolliere die Oberfläche regelmäßig und behebe Schäden frühzeitig. Wasserabweisung oder schnelle Trocknung sind Produkteigenschaften, keine Garantie für einen festen Renovierungsabstand.

Was ist beim Fassade streichen die häufigste Fehlerquelle?

Aus meiner Praxis sind dies die häufigsten Fehler:

  1. Falsches System auf falschem Untergrund: Dispersion auf Silikat, ohne Verträglichkeitsprüfung. Führt zu Abplatzungen.
  2. Keine oder falsche Grundierung: Farbe wird inhomogen aufgesaugt, schlechte Deckkraft, Haftung bricht nach 2–3 Jahren.
  3. Zu dünner Auftrag: Material wird gestreckt, um Kosten zu sparen. Schlechte Deckkraft, kurze Standzeit.
  4. Streichen bei falscher Witterung: Direkte Sonne auf heißem Putz, Frost-Risiko, hohe Luftfeuchtigkeit über 80 %.
  5. Löcher und Risse nicht repariert: Wasser dringt ein, friert, sprengt den Putz. Im nächsten Frühjahr sind die teuren neuen Stellen wieder kaputt.

Die drei Sto-Fassadenfarben für Dein Projekt

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